Logon

1.8.2.3. Dritter Schritt - Logon

In diesem Schritt der Profile Package-Erstellung werden die Funktionen für die Benutzerprofilkonfiguration mittels eines Baukastenprinzips zusammengestellt. Hier werden alle Funktionen ausgewählt, die während des Logon-Prozesses ausgeführt werden sollen.

Abbildung: Logon

Es gibt verschiedene Funktionen, die zum Logon-Dialog hinzugefügt werden können. Im Folgenden wird ausschließlich der Prozess des Hinzufügens einer Funktion beschrieben. Die Funktionen finden sich im linken Bereich und sind in verschiedene Kategorien unterteilt. Nachdem eine Funktion gewählt wurde (erster Schritt) können im zweiten Schritt Parameter für die Funktion definiert werden. Im dritten und letzten Schritt werden Werte für die zuvor gewählten Parameter bestimmt und die gesamte Funktion dem Logon Dialog hinzugefügt. Das Hinzufügen einer Funktion erfolgt über die Schaltfläche „Action Hinzufügen“.

Abbildung: Logon

Des Weiteren ist es hier möglich die dem Profile Package zuvor hinzugefügten Dateien und Verzeichnisse zu verwenden. Hierzu werden die entsprechenden Dateien oder Verzeichnisse verlinkt. Dies erfolgt im Schritt drei „Befüllung der Parameterwerte“.

Abbildung: Value Browser

Ist eine Funktion konfiguriert, kann ein erster Test über die Schaltfläche „Ausführen“ erfolgen. Die Funktion mit den definierten Parametern wird dann direkt auf dem aktuellen System ausgeführt. $dirFiles verweist auf den Ordner mit den Dateien die dem Profile Package zugeordnet wurden. Zur Nutzung der Schaltfläche Ausführen muss der PSPM Service installiert sein.

1.10. PSPM – Funktionsumfang – Logon

Für die Konfigurationen von Profilen bietet das PSPM sogenannte Funktionssets. Diese können miteinander zu einer Benutzerprofil-Konfiguration kombiniert werden. Die vorhandenen Funktionssets sind:

  • AppLocker
  • Compression
  • Dialog
  • Directory
  • Drive
  • Environment
  • File
  • Printer
  • Process
  • Registry
  • Script

Jedes Funktionsset beinhaltet vordefinierte Funktionen. Diesen Funktionen können zusätzliche Parameter und Werte zugewiesen werden.

Abbildung: Übersicht Funktionen beim User Logon

Der Prozess sieht immer gleich aus:

  1. Zuerst wird eine Funktion aus einem Funktionsset ausgewählt.
  2. Dann werden die gewünschten Parameter bestimmt.
  3. Anschließend werden für diese Parameterwerte spezifiziert.
  4. Abschließend wird das Funktionsset mittels „Action Hinzufügen“ der Profilkonfiguration hinzugefügt.

Bei den Parametern wird zwischen Pflichtparametern (sind immer als „ausgewählt“ markiert) und optionalen Parametern (können bei Bedarf ausgewählt werden) unterschieden.

1.10.1. Logon: AppLocker

Im Funktionsset AppLocker können folgende Funktionen genutzt werden:

  • Add AppRule
  • Add DirectoryRule
  • Add PublisherRule
  • Clear AppLockerRules
  • Set AppLockerDefaultRules

Abbildung: AppLocker

Abbildung: AppLocker

1.10.1.1. Logon: Add AppRule

Mittels der Funktion „Add AppRule“ wird eine neue AppLocker Regel erstellt, welche es einer bestimmten Applikation erlaubt oder verbietet ausgeführt zu werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Action Bestimmt ob die Regel eine Ausführung erlaubt (Allow) oder verbietet (Deny). Textfeld Ja
Account Bestimmt das Benutzerkonto, welchem diese Regel zugeordnet wird. Standardwert: Aktueller Profilbenutzer Textfeld Nein
FromName Bestimmt die Applikation anhand des vollen Produktnamens, wie er in dem signierten Applikationszertifikat beschrieben ist. Textfeld Nein
FromFilePath Bestimmt die Applikation anhand des Pfades der auszuführenden Datei. Für signierte Applikationen wird eine Herstellerregel erstellt und für nicht signierte Applikationen eine Pfadregel. Textfeld Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren. Wahrheitswert Nein

Abbildung: Add AppRule

1.10.1.2. Logon: Add DirectoryRule

Mittels der Funktion „Add DirectoryRule“ wird eine neue AppLocker Regel erstellt, welche es allen Applikationen in diesem Ordner erlaubt oder verbietet ausgeführt zu werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Action Bestimmt ob die Regel eine Ausführung erlaubt (Allow) oder verbietet (Deny). Textfeld Ja
Account Bestimmt das Benutzerkonto, welchem diese Regel zugeordnet wird. Standardwert: Aktueller Profilbenutzer Textfeld Nein
DirectoryPath Der Pfad zu dem jeweiligen Ordner, indem sich die Applikationen befinden. Textfeld Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren. Wahrheitswert Nein

Abbildung: Add DirectoryRule

1.10.1.3. Logon: Add PublisherRule

Mittels der Funktion „Add PublisherRule“ wird eine neue AppLocker Regel erstellt, welche es allen Applikationen von einem bestimmten Hersteller erlaubt oder verbietet ausgeführt zu werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Action Bestimmt ob die Regel eine Ausführung erlaubt (Allow) oder verbietet (Deny). Textfeld Ja
Account Bestimmt das Benutzerkonto, welchem diese Regel zugeordnet wird. Standardwert: Aktueller Profilbenutzer Textfeld Nein
FromName Bestimmt die Applikation anhand des vollen Produktnamens, wie er in dem signierten Applikationszertifikat beschrieben ist. Textfeld Nein
FromFilePath Bestimmt die Applikation anhand des Pfades der auszuführenden Datei. Für signierte Applikationen wird eine Herstellerregel erstellt und für nicht signierte Applikationen eine Pfadregel. Textfeld Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren. Wahrheitswert Nein

Abbildung: Add PublisherRule

1.10.1.4. Logon: Clear AppLockerRules

Mittels der Funktion „Clear AppLockerRules“ können existierende AppLocker Regeln entfernt werden und AppLocker deaktiviert werden. Standardmäßig werden nur die PSPM AppLocker Regeln entfernt. Optional können auch alle anderen Regeln entfernt werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Action Bestimmt ob die Regel eine Ausführung erlaubt (Allow) oder verbietet (Deny). Textfeld Nein
Account Bestimmt das Benutzerkonto, welchem diese Regel zugeordnet wird. Standardwert: Aktueller Profilbenutzer Textfeld Nein
AllAccount Bewirkt das Löschenvon PSPM AppLocker Regeln für alle Benutzerkonten. Wahrheitswert Nein
AllRules Bewirkt das Löschen von AppLocker Regeln, welche nicht von PSPM konfiguriert worden sind. Wahrheitswert Nein
Disable Bewirkt die Deaktivierung aller AppLocker Regeln, indem der Auditing Modus aktiviert wird. Wahrheitswert Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren. Wahrheitswert Nein

Abbildung: Clear AppLockerRules

1.10.1.5. Logon: Set AppLockerDefaultRules

Mittels der Funktion „Set AppLockerDefaultRules“ werden minimale AppLocker Regeln erstellt, welche nötig sind damit sowohl einerseits Windows sowie dessen Applikationen korrekt ausgeführt als auch die PSPM Komponenten freigeschaltet werden. Zusätzlich können grundsätzliche nützliche Regeln erstellt werden, wie zum Beispiel, dass alle Microsoft eigene Produkte erlaubt werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Action Bestimmt ob die Regel eine Ausführung erlaubt (Allow) oder verbietet (Deny). Textfeld Nein
MicrosoftApps Erlaubt die Ausführung aller Microsoft-Applikationen Wahrheitswert Nein
InstalledApps Erlaubt die Ausführung aller Applikationen im Verzeichnis “Programme” Wahrheitswert Nein
OnlySignedApps Erlaubt die Ausführung aller signierten Programme Wahrheitswert Nein
FullPowerShell Erlaubt die Bereitstellung der vollen PowerShell-Funktionalität Wahrheitswert Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren. Wahrheitswert Nein

Abbildung: Set AppLockerDefaultRules

1.10.1.6. Logon: Beispiel - AppLocker

Als Beispiel wird die Funktion „Set AppLockerDefaultRules“ verwendet.

Parameter Wert des Parameters
MicrosoftApps Wahr
InstalledApps Wahr
FullPowerShell Wahr

Abbildung: Beispiel –  AppLocker Abbildung: Beispiel –  AppLocker

1.10.2. Logon: Compression

Das Funktionsset “Compression” behandelt das Erstellen und Extrahieren von Dateiarchiven (.zip). Die Optionen hier sind:

  • Create ZipArchive
  • Extract ZipArchive

Abbildung: Compression

1.10.2.1. Logon: Create ZipArchive

Die Funktion “Create ZipArchive” erstellt aus einem angegeben Verzeichnispfad ein komprimiertes Dateiarchiv (.zip).

Tabelle: Create ZipArchive

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
SourcePath Verzeichnis, das komprimiert werden soll Textfeld Ja
ArchiveName Name des generierten ZIP-Archivs Textfeld Nein
Compression Angabe des Kompressionsverfahrens(Standard: Schnell): Schnell (Fast), Effektiv (Effective), Keine (None) Listenfeld Nein
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Create ZipArchive

Abbildung: Create ZipArchive

1.10.2.2. Logon: Extract ZipArchive

Die Funktion “Extract ZipArchive” extrahiert ein Dateiarchiv (.zip).

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
ArchiveFilePath Pfad zum Dateiarchiv (.zip) , welches extrahiert werden soll Textfeld Ja
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Extract ZipArchive

1.10.2.3. Logon: Beispiel Compression

Als Beispiel wird die Funktion „Create ZipArchive“ verwendet.

Parameter Wert des Parameters
Source Path $dirFiles\Benutzerdefinierte Office-Vorlagen
Compression Effective

Abbildung: Beispiel – Compression Abbildung: Beispiel – Compression

1.10.3. Logon: Dialog

Dieses Funktionsset behandelt Meldungen. Die Optionen hier sind folgende:

  • Close Notification
  • Show Notification

Abbildung: Dialog

1.10.3.1. Logon: Close Notification

Die Funktion „Close Notification“ schließt die derzeit für den Benutzer angezeigt Meldung. Für diese Funktion werden keine gesonderten Parameter benötigt.

1.10.3.2. Logon: Show Notification

Sollen nach dem Logon Meldungen zu durchgeführten Operationen angezeigt werden, wird die Funktion „Show Notification“ genutzt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Title Titel, welcher dem Benutzer angezeigt wird Textfeld Ja
Message Inhalt der Meldung für den Benutzer Textfeld Ja
ImagePath Der Pfad zur Bilddatei, welche in die Meldung eingebunden werden soll Textfeld Nein
Duration Die Anzeigedauer der Meldung in Millisekunden Textfeld Nein
TitleColor Farbe für Titel, Standard: Windows-Designfarbe Textfeld Nein
BackgroundColor Farbe für den Hintergrund der Benachrichtigungsansicht, Standard: Windows-Designfarbe Textfeld Nein
Message Color Die Farbe für die Nachricht. Standard: Windows-Designfarbe Textfeld Nein
Opacity Transparenz der Benachrichtigung, Standard: 0,8 keine Transparenz Textfeld Nein

Abbildung: Show Notification

1.10.3.3. Logon: Beispiel - Dialog

Als Beispiel für das Funktionsset Dialog ist für den Logon Prozess die Funktion Show-Notification gewählt worden.

Parameter Wert des Parameters
Title Test notification
Message This is a test.
ImagePath $dirFiles\test.jpg
Duration 0

Abbildung: Beispiel – Dialog Abbildung: Beispiel – Dialog

1.10.4. Logon: Directory

Im Funktionsset Directory können folgenden Funktionen genutzt werden:

  • Copy Directory
  • Delete Directory
  • Sync Directory

Abbildung: Directory

1.10.4.1. Logon: Copy Directory

Mittels der Funktion „Copy Directory“ wird ein Verzeichnis (bei Bedarf inklusive aller Unterverzeichnisse) an ein definiertes Ziel kopiert.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
SourcePath Pfad des Quellverzeichnisses Textfeld Ja
DestinationPath Pfad des Zielverzeichnisses Textfeld Ja
Include Filter, um Dateien zu bestimmen, welche vom Quellverzeichnis ins Zielverzeichnis übernommen werden sollen. Mit dem Wildcard Zeichen „*“ und dem Platzhalterzeichen „?“ kann der Filter variabel gestaltet werden. Es können mehrere Filterausdrücke spezifiziert werden. Textfeld Nein
Exclude Ein Filter, um Dateien zu bestimmen, welche vom Quellverzeichnis ins Zielverzeichnis nicht übernommen werden sollen. Mit dem Wildcard Zeichen „*“ und dem Platzhalterzeichen „?“ kann der Filter variabel gestaltet werden. Es können mehrere Filterausdrücke spezifiziert werden. Textfeld Nein
Recurse Alle Unterordner und Dateien übernehmen Wahrheitswert Nein
Overwrite Angabe, ob vorhandene Dateien überschrieben werden sollen Wahrheitswert Nein
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Copy Directory

1.10.4.2. Logon: Delete Directory

Die Funktion „Delete Directory“ löscht ein gesamtes Verzeichnis.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Path Pfad des Quellverzeichnisses Textfeld Ja
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Delete Directory

1.10.4.3. Logon: Sync Directory

Sollen zwei Verzeichnisse miteinander synchronisiert werden, kommt die Funktion „Sync Directory“ zum Einsatz.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
SourcePath Pfad des Quellverzeichnisses Textfeld Ja
DestinationPath Pfad des Zielverzeichnisses Textfeld Ja
Include Filter, um Dateien zu bestimmen, welche vom Quellverzeichnis ins Zielverzeichnis synchronisiert werden sollen. Mit dem Wildcard Zeichen „*“ und dem Platzhalterzeichen „?“ kann der Filter variabel gestaltet werden. Es können mehrere Filterausdrücke spezifiziert werden. Textfeld Nein
Exclude Ein Filter, um Dateien zu bestimmen, welche vom Quellverzeichnis ins Zielverzeichnis nicht synchronisiert werden sollen. Mit dem Wildcard Zeichen „*“ und dem Platzhalterzeichen „?“ kann der Filter variabel gestaltet werden. Es können mehrere Filterausdrücke spezifiziert werden. Textfeld Nein
Strict Löscht Verzeichnisse und Ordner im Zielverzeichnis, die nicht im Quellverzeichnis existieren Wahrheitswert Nein
SyncEmptyDirectories Angabe, ob Verzeichnisse ohne Dateien erstellt werden sollen Wahrheitswert Nein
SyncPermission Die NTFS-Berechtigungen des Verzeichnisses werden kopiert Wahrheitswert Nein
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Sync Directory

1.10.4.4. Logon: Beispiel - Directory

Beispielhaft wird die Funktion „Copy Directory” mit folgenden Parametern konfiguriert.

Parameter Wert des Parameters
SourcePath %HOMEPATH%\Config\FileZilla
DestinationPath %AppData%\FileZilla
Include config*.xml
Recurse Wahr
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel - Directory Abbildung: Beispiel - Directory

1.10.5. Logon: Drive

Das Funktionsset „Drive“ ermöglicht das Verbinden oder Trennen von Laufwerken. Die beiden möglichen Funktionen lauten:

  • Map Drive
  • Unmap Drive

Abbildung: Drive

1.10.5.1. Logon: Map Drive

Zur Verbindung eines Laufwerks ist die Funktion „Map Drive“ erforderlich.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
DriveLetter Angabe des Laufwerksbuchstabens Textfeld Ja
UncPath Spezifiziert den Netzwerkpfad zum Laufwerk (hierbei kann es sich um ein lokales Laufwerk handeln) Textfeld Ja
DriveLabel Angabe der Bezeichnung der Beschriftung des zugeordneten Laufwerks an (wird für intern zugeordnete Laufwerke ignoriert) Textfeld Nein
Internal Angabe, ob das zugeordnete Laufwerk nur von der aktuellen aktiven PowerShell-Sitzung und nicht von Windows verwendet werden soll Wahrheitswert Nein
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Map Drive

1.10.5.2. Logon: Unmap Drive

Mit dieser Funktion werden verbundene Laufwerke getrennt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
DriveLetter Angabe des Laufwerksbuchstabens Textfeld Ja
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Unmap Drive

1.10.5.3. Logon: Beispiel - Drive

Beispielhaft wird die Funktion „Map Drive“ konfiguriert.

Parameter Wert des Parameters
DriveLetter R
UncPath \ \SERVERNAME\MaxMustermann\Documents\
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel - Drive Abbildung: Beispiel - Drive

1.10.6. Logon: Environment

Das Funktionsset „Environment“ umfasst die Funktionen:

  • Remove EnvironmentVariable
  • Set EnvironmentVariable

Abbildung: Environment

1.10.6.1. Logon: Remove EnvironmentVariable

Sollte der Bedarf gegeben sein, eine Umgebungsvariable zu löschen, wird die Funktion “Remove Environment Variable“ herangezogen.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Name Spezifiziert den Name der Umgebungsvariable Textfeld Ja
Scope Spezifiziert den Umfang der Umgebungsvariablen (User, Machine, Process) Textfeld Nein
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Remove EnvironmentVariable

1.10.6.2. Logon: Set EnvironmentVariable

Gegenstück zur vorherigen Funktion des Funktionssets “Environment“ bildet die Funktion „Set EnvironmentVariable“.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Name Spezifiziert den Name der Umgebungsvariable Textfeld Ja
Value Spezifiziert den Wert der Umgebungsvariable Textfeld Ja
Scope Spezifiziert den Umfang der Umgebungsvariablen (User, Machine, Process) Textfeld Nein
Continue on Error Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Set EnvironmentVariable

1.10.6.3. Logon: Beispiel - Environment

Beispielhaft wird hier die Funktion „Set EnvironmentVariable“ konfiguriert.

Parameter Wert des Parameters
Name Environment
Value UAT
Scope Machine
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel - Environment Abbildung: Beispiel - Environment

1.10.7. Logon: File

Mit dem Funktionsset Files bietet sich der gleiche Funktionsumfang wie bei „Directory“, hier jedoch für eine einzelne Datei. Das Funktionsset bietet die folgenden Funktionen:

  • Copy File
  • Delete File
  • Sync File

Abbildung: File

1.10.7.1. Logon: Copy File

Die erste Funktion des Funktionssets lautet “Copy File“.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
FilePath Pfad der zu kopierenden Datei Textfeld Ja
DestinationPath Zielverzeichnis für die zu kopierende Datei Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Copy File

1.10.7.2. Logon: Delete File

Zum Löschen wird die Funktion „Delete File” genutzt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
FilePath Pfad der zu löschenden Datei Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Delete File

1.10.7.3. Logon: Sync File

Dateien werden mittels der Funktion „Sync File“ synchronisiert.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
SourcePath Pfad der zu kopierenden Datei Textfeld Ja
DestinationPath Zielverzeichnis für die zu synchronisierende Datei Textfeld Ja
FileName Angabe des Dateinamens mit der Dateiendung Textfeld Ja
SyncPermission Die NTFS Berechtigungen des Verzeichnisses werden kopiert Wahrheitswert Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Sync File

1.10.7.4. Logon: Beispiel - File

Erstellung eines Beispiels anhand der Funktion „Sync File“.

Parameter Wert des Parameters
SourcePath %HOMEPATH%\Config\FileZilla
DestinationPath %AppData%\FileZilla
FileName FileZilla.xml
SyncPermission Wahr
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel - File Abbildung: Beispiel - File

1.10.8. Logon: Printer

In dem Funktionsset Printer können Drucker verbunden oder getrennt werden. Die hier enthaltenen Funktionen lauten:

  • Create NetworkPrinter
  • Create SharedPrinter
  • Delete Printer
  • Set DefaultPrinter

Abbildung: Printer

1.10.8.1. Logon: Create NetworkPrinter

Einen Netzwerkdrucker beim Logon eines Windows Benutzers zu verbinden wird mittels der Funktion „Create Network Printer“ durchgeführt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Name Name des Druckers Textfeld Ja
DriverName Name des Druckertreibers Textfeld Ja
IpOrDnsAddress Die IP oder DNS Adresse des Druckers Ja
PrinterPortName Spezifiziert den Namen des Ports für den Drucker Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Create Network Printer

1.10.8.2. Logon: Create SharedPrinter

Eine Druckerfreigabe wird durch die Funktion „Create SharedPrinter“ erstellt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
UncPath Spezifiziert den Druckerfreigabepfad Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Create Shared Printer

1.10.8.3. Logon: Delete Printer

Einen bereits verbundenen Drucker zu trennen erfolgt mittels der Funktion „Delete Printer“.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
UncPath Spezifiziert den Druckerfreigabepfad Textfeld Ja
DeletePort Name des Ports für den Drucker Textfeld Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Delete Printer

1.10.8.4. Logon: Set DefaultPrinter

Ein Drucker kann als Standard-Drucker mit der Funktion „Set DefaultPrinter“ hinterlegt werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Name Name des Druckers Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Set DefaultPrinter

1.10.8.5. Logon: Beispiel - Printer

Beispielhaft wird ein Netzwerk-Drucker verbunden.

Parameter Wert des Parameters
Name RISC_Network_Printer
DriverName HP LJ300-400 color MFP M375-M475 PCL6 Class Driver
IpOrDnsAddress 192.55.123.88
PrinterPortName WSD
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel - Printer Abbildung: Beispiel - Printer

1.10.9. Logon: Process

Sollten Prozesse bei einem Windows Benutzer Logon gestartet oder beendet werden, können diese über das Funktionsset „Process“ genutzt werden. Das Funktionsset enthält folgende Funktionen:

  • Run Process
  • End Process

Abbildung: Process

1.10.9.1. Logon: End Process

Zum Beenden eines Prozesses wird die Funktion „End Process“ genutzt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Process Name, Dateiname oder Dateipfad des laufenden Prozesses, welcher beendet werden soll. Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: End Process

1.10.9.2. Logon: Run Process

Zur Ausführung eines Prozesses können folgende Parameter genutzt werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
FilePath Pfad zur ausführbaren Datei Textfeld Ja
Argument Argumente für die ausführbare Datei Textfeld Nein
WindowStyle Definiert den Stile des Fensters für die ausführbare Datei Listenfeld Nein
WaitForExit Warten, bis der Prozess vollständig beendet wurde Wahrheitswert Nein
PassThru Gibt den Rückgabewert der ausführbaren Datei zurück (Erfolgs- oder Fehlerwert) Wahrheitswert Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Run Process

1.10.9.3. Logon: Beispiel - Process

Beispielhaft wir die Funktion „Run Process“ in der nachfolgenden Abbildung mit den einzelnen Parametern dargestellt.

Parameter Wert des Parameters
FilePath %ProgramFiles(x86)%\Microsoft Office\Office16\lync.exe
WindowStyle Normal
WaitForExit Wahr
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel - Process Abbildung: Beispiel - Process

1.10.10. Logon: Registry

In dem Funktionsset „Registry“ können folgende Funktionen genutzt werden:

  • Export Registry
  • Import Registry
  • Remove RegistryKey
  • Set RegistryKey

Abbildung: Registry

1.10.10.1. Logon: Export Registry

Zum Exportieren eines Registry-Keys wird die Funktion „Export Registry“ genutzt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Key Pfad zum Registry-Key Textfeld Ja
ExportFilePath Exportpfad für die .reg Datei Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Export Registry

1.10.10.2. Logon: Import Registry

Diese Funktion importiert einen Registry-Key.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
ImportFilePath Importpfad für die .reg Datei Textfeld Ja
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Import Registry

1.10.10.3. Logon: Remove RegistryKey

Zum Löschen eines Registry-Keys wird diese Funktion genutzt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Key Pfad zum Registry-Key Textfeld Ja
Name Name des Registry-Key Textfeld Nein
Recurse Alle Unterordner und Dateien kopieren Wahrheitswert Nein
SID Sicherheitsidentifikator (SID) eines Benutzers Textfeld Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Remove RegistryKey

1.10.10.4. Logon: Set RegistryKey

Diese Funktion wird zum Setzen eines Registry-Key benötigt.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Key Pfad zum Registry-Key Textfeld Ja
ValueName Name des Werts Textfeld Nein
TargetValue Daten mit denen der Wert gefüllt werden soll Textfeld Nein
ExpectedValue Der erwartete Wert, damit festgestellt werden kann, ob der Wert vom Benutzer geändert wurde Textfeld Nein
Type Wert des Registry Schlüssels (Binary, Dword, ExpandString, usw.) Listenfeld Nein
CreateKey Abfrage, ob der Schlüssel erzeugt werden soll, wenn er nicht existiert Wahrheitswert Nein
AllowUserChange Spezifiziert ob der Wert behalten werden soll, wenn er durch den Benutzer geändert wurde Textfeld Nein
ContinueOnError Wenn ein Fehler auftritt, mit der nächsten Funktion fortfahren Wahrheitswert Nein

Abbildung: Set RegistryKey

1.10.10.5. Logon: Beispiel - Registry

Als Beispiel zum Funktionsset Registry wird ein Registry-Key gesetzt.

Parameter Wert des Parameters
Key HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Adobe\Acrobat Reader\DC\AdobeViewer
ValueName Eula
TargetValue 1
Type DWord
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel Registry Abbildung: Beispiel Registry

1.10.11. Logon: Script

Das Funktionsset „Script“ umfasst folgende Funktionen:

  • Execute Script
  • Execute ScriptCommand

Abbildung: Script

1.10.11.1. Logon: Execute Script

Ein PowerShell Skript kann mittels der Funktion „Execute Script“ ausgeführt werden.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Path Pfad zum PowerShell Skript Textfeld Ja
Parameter Parameter, die an das Zielskript übergeben werden Textfeld Nein
ContinueOnError Name des Registry-Key Wahrheitswert Nein

Abbildung: ExecuteScript

1.10.11.2. Logon: Execute ScriptCommand

Diese Funktion ermöglicht die Ausführung eines Script Command.

Parameter Beschreibung Datentyp Pflichtparameter
Command PowerShell Script Command Textfeld Ja
ContinueOnError Name des Registry-Key Wahrheitswert Nein

Abbildung: Execute ScriptCommand

1.10.11.3. Logon: Beispiel - Script

Parameter Wert des Parameters
Path %ProgramFiles%\RISC_Software\PowerShell_Profile_Management\Framework\Deploy-UserPackage.ps1
ContinueOnError Wahr

Abbildung: Beispiel Script Abbildung: Beispiel Script